Falsch gesetzte Blinker verursachen Unfälle

“Wer abbiegen will, muß dies rechtzeitig und deutlich ankündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen. Wer nach rechts abbiegen will, hat sein Fahrzeug möglichst weit rechts, wer nach links abbiegen will, bis zur Mitte, auf Fahrbahnen für eine Richtung möglichst weit links einzuordnen, und zwar rechtzeitig. Wer nach links abbiegen will, darf sich auf längs verlegten Schienen nur einordnen, wenn er kein Schienenfahrzeug behindert. Vor dem Einordnen und nochmals vor dem Abbiegen ist auf den nachfolgenden Verkehr zu achten; vor dem Abbiegen ist es dann nicht nötig, wenn eine Gefährdung nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist.”

Das ist der genaue Wortlaut von §9, Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung. Leider halten sich nicht immer alle Autofahrer an diese Vorschriften und verursachen entweder dadurch, dass sie falsch oder gar nicht blinken Verkehrsunfälle, teilweise sogar mit verheerenden Folgen.

So war da zum Beispiel der Kleinkraftradfahrer aus Linnich, der mit seinem falsch gesetzten Blinker eine ihm entgegen kommende PKW-Fahrerin dermaßen irritierte, dass diese beim abbiegen mit ihm zusammenstieß. Der 59-jährige musste notärztlich versorgt werden und wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Ein weiteres Beispiel eines Blinkerunfalls bildet der 39-jährige Mopedfahrer aus Österreich, der seinen Blinker falsch gesetzt hatte und deshalb von einem LKW erfasst wurde. Der Mopedfahrer wollte wohl nach links abbiegen, hatte aber den Blinker rechts gesetzt. Der LKW-Fahrer wollte ihn von links überholen und erfasste das Moped, das zusammen mit dem Fahrer über eine Böschung stürzte. Nachdem der Mopedfahrer notärztlich versorgt war, wurde er mit Serienrippenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht.

Der neue Trend: LED Blinker für Auto und Motorrad

LED-Leuchten sind in aller Munde und sind auch bei Auto- und Motorradfreunden auf dem Vormarsch. LED steht für Light Emitting Diode und bezeichnet eine besonders energiesparende Form von Leuchtdioden.

Hobby-Schrauber und professionelle Tuner sind gleichermaßen auf den Geschmack gekommen und statten immer mehr Fahrzeuge mit den LED-Leuchten aus. Der neueste Trend sind nach LED Tagfahrlichtern jetzt LED Blinker für Motorrad und Auto. Wir haben die wichtigsten Fragen zu den LED Blinkern hierunter für Sie beantwortet:

Was bringen LED Blinker? 

Blinker mit LED Leuchten sind vor allem unter Tunern sehr beliebt, da sie dem Fahrzeug ein individuelleres Aussehen verschaffen. Außerdem sind LED-Leuchten langlebiger und im Vergleich zu Glühlampen auch zwei- bis dreimal so effizientund sie strahlen weniger Wärme aus. LED-Leuchten kommen bei Kraftfahrzeugen vor allem in Scheinwerfern vor, die eine Zusatzfunktion haben, also beispielsweise beim Standlicht, beim Bremslicht oder eben bei den Blinkern. Diese Funktion wird bei Blinkern oder dem Standlicht in der Form von Lichtbändern realisiert. LED-Leuchten haben den enormen Vorteil, dass sie durch ihre verteiltere Quelle den Gegenverkehr weniger blenden.

Sind LED Blinker erlaubt?
Ja, aber nur unter der Voraussetzung dass der TÜV die Nachrüstung abgenommen hat. Hierzu müssen die LED-Leuchten eine sogenannte E-Nummer besitzen, das bedeutet, dass sie grundsätzlich für den Straßenverkehr zugelassen sind. Wenn jetzt beim Motorrad noch der Mindestabstand zwischen den Blinkern stimmt, gibt der TÜV grünes Licht und die neuen Blinker werden in den Fahrzeugschein eingetragen. Wichtig sind vor allem das E-Prüfkennzeichen und dass die Blinker ordnungsgemäß angebracht wurden. Falls die nachträglich angebrachten Blinker nicht das TÜV-Siegel erhalten, kann dies bedeuten, dass die Allgemeine Betriebserlaubnis (und somit auch der Versicherungsschutz) erlicht. Der genaue Gesetzestext über das Nachrüsten von Blinkern ist in §49, Abs. 9a und §54, Abs. 1a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung festgelegt:

„Die nach hinten wirkenden Fahrtrichtungsanzeiger dürfen nicht an beweglichen Fahrzeugteilen angebracht werden. Die nach vorn wirkenden Fahrtrichtungsanzeiger und die zusätzlichen seitlichen Fahrtrichtungsanzeiger dürfen an beweglichen Fahrzeugteilen angebaut sein, wenn diese Teile nur eine Normallage (Betriebsstellung) haben.“ (§54, Abs.1a StVZO)

Kann man die LED Blinker auch selber montieren? 
Wer über technisches Geschick und das nötige Fachwissen über die Fahrzeugelektronik verfügt, kann auch selber Hand anlegen und neue LED Blinker an sein Auto oder Motorrad montieren. Viele Hersteller liefern zu den Blinkern auch gleichzeitig eine Einbauanleitung mit, welche schon recht hilfreich sein kann und es eventuell auch Laien ermöglicht, ihr Auto oder Motorrad selber umzurüsten. Ein wichtiger Punkt bei der Montage sind die Widerstände. Wenn diese nicht mit denen der Original Blinkleuchten übereinstimmen kann es vorkommen, dass die Motorelektronik denkt, dass die Blinker defekt sind und dadurch schneller blinken als gewöhnlich. Um keine Sicherheitsrisiken einzugehen, sollte man sich, wenn man unsicher ist, an den Mechaniker seines Vertrauens wenden.