Blinkergeschichte(n)

Der Blinker war ursprünglich ein Winker und das im wahrsten Sinne des Wortes. In den Anfängen der Automobilgeschichte montierte man manuell ausfahrbare Fahrtrichtungsanzeiger aus Blech an den Autos. Diese wurden zunächst per Hand aus einem Gehäuse geschoben und später über Bowdenzüge betätigt.

Geoff & Dianne Rhodes, flickr.com

Diese Erfindung von Eugen Zipperle und Dr. August Nagel wurde erst im Jahre 1925 durch elektrisch ausklappbare und beleuchtete Fahrtrichtungsanzeigern abgelöst. Diese froren in den Wintermonaten nicht selten ein, auch den Anforderungen der immer schneller werdenden Autos konnten sie nicht stand halten. Durch den Fahrtwind kam es zu Schwierigkeiten beim Ausfahren des Zeigers.

In den 1950er Jahren baute Bosch als Alternative zu den bisherigen Modellen elektrische Blinkerleuchten. Bis 1956 sah die Straßenverkehrsordnung vor, dass ein Fahrtrichtungsanzeiger die Kontur eines Fahrzeugs verändern muss. Ab 1956 reichte es, wenn die Autos über einen Blinker verfügten. Die Winkeranlagen konnten bis in die 1970er Jahre hinein parallel zu Blinkeranlagen betrieben werden. Das sogenannte „Doppelblinken“, bekannt auch als Warnblinkanlage wurde 1963 in Kraftfahrzeugen zugelassen.

Heute gehört der Blinker standardmäßig in jedes Auto. Gleichzeitig gibt es jedoch die Tendenz, dass der Blinker immer weniger genutzt wird oder defekte Blinker bei der Wartung übersehen werden. Dabei ist ein funktionierende Blicker extrem wichtig für die Sicherheit. Insbesondere bei LKW können kaputte Blinkeranlagen zu schweren Unfällen führen. Daher wäre es angemessen, Mitarbeiter in Speditionsunternehmen, aber auch in anderen Betrieben, die täglich mit dem Auto unterwegs sind, zu schulen. Mitarbeiterschulungen finden Sie hier: Seminaranbieter

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